University of California Davis

Nach etwa einem halben Jahr der Vorbereitung, dem Antrag auf ein Visa, der Wohnungssuche in einer fast 10 000 km entferten Stadt und dem Besuch der Botschaft ging es im September 2015 endlich auf in ein großes Abenteuer: Drei Monate studieren in den USA! Durch eine Hochschulkooperation der HHU bekamen ich und vier andere Studentinnen die Chance, an eine der besten 10 öffentlichen Hochschulen in den Vereinigten Staaten zu gehen: Die University of California Davis. Zusätzlich hatte ich das Glück, ein Stipendium zu erhalten, das einen Teil der Kosten deckte.

Nachdem unsere ersten Wochen noch frei und von viel Sonne geprägt waren, startete Ende September das Quarter – 10 sehr intensive Wochen an der Universität. Ich hatte drei Seminare belegt: Eines zur Geschichte und praktischen Umsetzung von Dokumentarfilmen, eines über Flucht und Widerstand und eines in Kooperation mit dem Jura-Institut zu Überwachung im internationalen Kontext. Alle Seminare waren inspirierend, haben mir neue Sichtweisen gezeigt und den Kontakt zu tollen Menschen hergestellt. Besonders letzteres begesiterte mich durch die wechselnden Gastdozenten. Dadurch kam ich in den Genuss einer Vorlesung in Berkeley und dem Wissen von Professoren der Brown Universität oder auch aus Harvard.

Darüber hinaus wollte ich auch mit amerikanischen Studenten in Kontakt kommen. Ich lebte mit fünf Amerikanerinnen zusammen, aber dank der Club-Kultur an amerikanischen Hochschulen fand ich auch anderswo schnell Anschluss. Ich entschied mich, die wöchentlichen Treffen des Kunstclubs Davism zu besuchen, wo wir jede Woche zwei Stunden gemeinsam Kunst machten und auch einen Ausflug nach San Francisco. Dort habe ich Freunde gefunden, mit denen ich bis heute Kontakt habe und die ich nicht missen möchte.

All das hat natürlich auch dazu beigetragen, dass sich mein Englisch noch verbessert hat, insbesondere im wissenschaftlichen Bereich. Und es hat jetzt einen leichten amerikanischen Akzent.

Davis liegt im nördlichen Kalifornien, etwa 90 Autominuten von San Francisco und 20 von Sacramento entfernt. In der Stadt und auf dem Campus wird allerdings vor allem Fahrrad gefahren, was in den USA schon sehr besonders ist. Durch die Lage hatten wir die Möglichkeit, viele Facetten von Kalifornien kennen zu lernen, wie den Nationalpark Sierras oder die Mammutbäume in Sequoia. Am Ende meines Aufenthalts bekam ich die Chance, ein paar Tage in Los Angeles bei Freunden zu verbringen, die ich im Kunstclub kennen gelernt habe. Danach ging es direkt weiter nach Chicago, wo ich eine Freundin besuchte, die ich 2013 über das Buddy-Programm der Universität Bonn gefunden hatte.

Davis

Sierras

Nähe Lake Tahoe

Sequoia

Universität Davis

Chicago

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